Manifest
Stand With Crypto bringt Bürger, Entwickler, Unternehmer und Befürworter zusammen, um die EU aufzufordern, digitale Innovationen zu schützen und zu fördern.
Unsere Mission ist einfach: die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu steigern, Innovation und Talente in Europa zu halten, Verbraucher durch hohe Standards zu schützen und Bürgern sowie KMU (Kleinen und mittleren Unternehmen) einen fairen Zugang zu den Vorteilen von Web3 zu ermöglichen. Wir fordern die europäischen Institutionen und nationalen Regierungen auf, ein praktisches und ausgewogenes Programm zu unterstützen, das Wachstum, Sicherheit und Verbraucherschutz gewährleistet.
Stand With Crypto bringt Bürger, Entwickler, Unternehmer und Befürworter zusammen, um die EU aufzufordern, digitale Innovationen zu schützen und zu fördern.
Unsere Mission ist einfach: die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu steigern, Innovation und Talente in Europa zu halten, Verbraucher durch hohe Standards zu schützen und Bürgern sowie KMU (Kleinen und mittleren Unternehmen) einen fairen Zugang zu den Vorteilen von Web3 zu ermöglichen. Wir fordern die europäischen Institutionen und nationalen Regierungen auf, ein praktisches und ausgewogenes Programm zu unterstützen, das Wachstum, Sicherheit und Verbraucherschutz gewährleistet.
1
Stablecoins als Motor für Zahlungsinnovation und Wettbewerbsfähigkeit anerkennen
Europäische Bürger:innen sollten die Möglichkeit haben, die Erträge aus ihren nach MiCA regulierten Stablecoins zu erhalten. Heute verdienen Emittent:innen zwar Zinsen auf die Reserven, mit denen ihre Stablecoins gedeckt sind – es ist jedoch verboten, diese Erträge an die Inhaber:innen weiterzugeben.
Die EU sollte gezielt die Entwicklung von Euro-denominierten Stablecoins fördern, um den Zahlungsverkehr für Privat- und Geschäftskund:innen zu modernisieren, internationale Überweisungen zu erleichtern und die Kapitalmärkte zu stärken.
Beispiel: Martin aus Wien hält 500 € in einem regulierten Euro-Stablecoin. Wenn die hinterlegten Reserven Zinsen abwerfen, sollte auch er – wie bei einem Sparkonto – seinen Anteil daran erhalten.
2
Langfristige Anleger:innen unterstützen
Die EU strebt den Aufbau einer Spar- und Investitionsunion (SIU) an, hat den Mitgliedstaaten jedoch empfohlen, die meisten Krypto-Vermögenswerte von den geplanten Spar- und Anlagekonten (SIAs) auszuschließen.
Bürger:innen sollten die Möglichkeit haben, einen begrenzten Teil ihrer langfristigen Ersparnisse in regulierte Kryptoprodukte zu investieren – mit klaren Obergrenzen, deutlicher Risikokennzeichnung und wirksamem Verbraucherschutz, wie bei anderen Anlageklassen auch.
Das würde zur Diversifizierung und besseren Performance von Portfolios beitragen, die Beteiligung junger Anleger:innen fördern und die europäischen Regelungen stärker an internationale Finanzmärkte angleichen.
Beispiel: Eine 27-jährige Lehrerin aus Lille investiert bis zu 1 % ihres Plan d’Épargne en Actions (PEA) in einen diversifizierten Aktienkorb. Dieser ist klar beschrieben, einfach anzupassen und ermöglicht ihr, an den Renditen von Krypto-Vermögenswerten teilzuhaben.
3
Die Möglichkeit bewahren, von Konten auf selbst gehostete Wallets Dritter zu überweisen
Die Fähigkeit der Europäer:innen, Krypto-Vermögenswerte von regulierten Konten auf selbst gehostete (self-hosted) Wallets anderer Personen zu übertragen, ist ein Grundpfeiler offener Blockchain-Innovation. Diese Übertragungen ermöglichen es Einzelpersonen und Unternehmen, direkt auf dezentrale Anwendungen, den digitalen Handel und globale Finanznetzwerke zuzugreifen.
Die Einhaltung von Maßnahmen wie der „Travel Rule“ ist wichtig. Doch die Regulierung sollte legitime Übertragungen von Nutzer:innenkonten auf Wallets Dritter nicht einschränken – sonst würde die Teilnahme an der digitalen Wirtschaft de facto behindert.
Beispiel: Clara aus Lissabon tauscht Euro in EURC auf einer regulierten Plattform, um einen freiberuflichen Designer in Krakau zu bezahlen. Sie sendet die Zahlung direkt an die selbst gehostete Wallet des Designers – an einem Samstagabend, sofort und ohne auf die Banköffnungszeiten am Montag warten zu müssen.
4
Eine europäische Blockchain-Strategie umsetzen
Die Europäische Kommission sollte gemeinsam mit den Mitgliedstaaten eine umfassende Blockchain-Strategie für den öffentlichen Sektor entwickeln. Ziel ist es, konkrete Anwendungsfälle in Bereichen wie Grundbuchwesen, Gesundheitswesen, Nachhaltigkeitsnachverfolgung und öffentlicher Beschaffung zu erproben.
So können öffentliche Dienstleistungen effizienter gestaltet werden – bei gleichzeitig höherem Vertrauen und mehr Transparenz. Die Finanzierung sollte auf einer klaren Kosten-Nutzen-Analyse beruhen; erfolgreiche Pilotprojekte sollten anschließend EU-weit ausgeweitet werden.
Beispiel: Bei einer Eigentumsübertragung in Valencia wird das Grundregister „on-chain“ aktualisiert. Käufer:innen, Notar:innen und die Stadtverwaltung greifen auf denselben manipulationssicheren Datensatz zu – der bisher wochenlange Papierprozess dauert nur noch wenige Minuten.
5
Die EU zu einem Zentrum für Web3 und Blockchain machen
Die EU sollte ein klares politisches Signal senden, dass sie ein offenes und einladendes Zentrum für Innovationen in den Bereichen Krypto, Web3 und Blockchain ist. Dafür sollte eine gemeinsame Taskforce aus Vertreter:innen von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eingerichtet werden, um Zusammenarbeit zu fördern, Wachstumschancen zu identifizieren und Strategien zu entwickeln, die Europa als führende Kraft in diesem technologischen Wandel positionieren.
Beispiel: Die Europäische Kommission startet eine 180-tägige EU-Blockchain-Taskforce, die Regierungen, Mitgliedstaaten, Forschung und Industrie zusammenbringt – nach dem Vorbild des koordinierten Ansatzes bei Künstlicher Intelligenz („AI Continent“, „Apply AI“-Strategie). Ziel ist es, eine umfassende europäische Blockchain-Strategie zu entwerfen. Aufbauend auf dem Erfolg von MiCA und der European Blockchain Services Infrastructure (EBSI) würde die Taskforce konkrete Vorschläge für grenzüberschreitende Anwendungen, Interoperabilität und datenschutzfreundliche Innovationen entwickeln.
6
Blockchains als datenschutzfreundliche Technologien anerkennen
Die EU sollte anerkennen, dass Blockchain und dezentrale Netzwerke den Datenschutz und die Kontrolle der Nutzer:innen stärken – anstatt sie zu gefährden. Die europäische Digitalpolitik, einschließlich der DSGVO, sollte so ausgelegt und weiterentwickelt werden, dass sie dezentrale Architekturen einschließt, die den Grundsätzen der Union zu Datenminimierung und Nutzer:innen-Ermächtigung entsprechen.
Die Europäische Kommission und der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) sollten gemeinsame Leitlinien zu datenschutzfreundlicher Kryptografie veröffentlichen. Diese sollten aufzeigen, wie Blockchain-Systeme die DSGVO einhalten und zugleich die Risiken zentralisierter Datenlecks verringern können. Auf diese Weise lassen sich Innovationen fördern und Europas Rolle als Vorreiter eines menschenzentrierten Technologiedesigns sichern.
Beispiel: Eine dezentrale Identitäts-Wallet ermöglicht es Bürger:innen in ganz Europa, ihr Alter oder ihren Wohnsitz mit sogenannten Zero-Knowledge Proofs (Null-Wissen-Nachweisen) nachzuweisen, die von ihren Regierungen ausgestellt wurden. Online-Dienste können so bestätigen, dass jemand „über 18“ ist oder „in der EU wohnt“, ohne Namen, Geburtsdatum oder Ausweisnummer zu speichern. Das schützt die Privatsphäre der Nutzer:innen und erfüllt gleichzeitig regulatorische sowie Compliance-Anforderungen.